Kino kam auf alten Schulhof

„Hier ist ja das ganze Dorf versammelt“, meinte Anna Fantl von der Film- und Medienstiftung NRW *, als sie den fünften der diesjährigen sechs FilmSchauPlätze auf dem Gelände der historischen Schule in Westerhausen gemeinsam mit der Vorsitzenden des Trägervereins Christine Händel und dem Bürgermeister Mario Dahm eröffnete.

Ganz stimmte das natürlich nicht, aber zu dem Open-Air-Kinoabend kamen am vergangenen Freitag doch rund 200 Besucher – mindestens 50 mit eigenen Sitzgelegenheiten. Zum Mitbringen aufgefordert hatte der Trägerverein „Historisches Schulgebäude Westerhausen“. Es waren zwar 100 Stühle aus der Schule und ein Schwung Bierbänke vorhanden, aber es gab auch die Hoffnung auf eine höhere Besucherzahl. Und die bewahrheitete sich so, dass selbst die Eingangsstufen zum Schulgebäude als Sitzgelegenheit dienen mussten.

Sicherlich sorgte das hochsommerliche Wetter mit dafür, dass auch die bereitgestellten Getränke und Speisen nicht für den ganzen Abend reichten. Es musste Nachschub organisiert werden, denn die ersten Besucher kamen wirklich schon pünktlich zu 19 Uhr, der vorangekündigten „Einlasszeit“, und brachten Durst und Appetit mit. In der Zeit bis zum eigentlichen Ereignis ging es munter zu: Überall saßen und standen Grüppchen und plauderten. Ein DJ aus Westerhausen sorgte für den musikalischen Rahmen. Fahnenschwenker traten auf.

Um genau 21.30 Uhr war es dann dunkel genug, um den Film „Der Buchspazierer“ auf der wahrhaft großen Leinwand zu starten.

In Westerhausen gibt es keine Buchhandlung, aber das Hauptthema des Kinofilms, gegenseitige Unterstützung für ein leichteres Leben, gilt auch für die Region:

Gelungen ist der Abend nämlich nur dank der großartigen Unterstützung mehrerer lokaler Vereine: Mitglieder der Blumenkinder Westerhausen, des Bürgervereins Westerhausen und Umgebung, des Junggesellenvereins Gemütlichkeit Broichhausen Kurscheid und Umgebung 1894, des Mandolinenorchesters Hennef-Kurscheid 1924 und des Sövener-Karnevals-Clubs 1957 halfen schon bei der Planung und vorbereitenden Organisation. Am Kinoabend selbst übernahmen sie nicht nur tatkräftige Arbeiten bei Aufbau und Ablauf und mitternächtlichem Abbau, sondern stellten aus ihren Depots auch alles sonst Notwendige wie Tische, Bänke, Grill, Popcornmaschinen und etliches mehr zur Verfügung.

Und am Ende spazierten alle nach Hause. Zwar nicht mit Büchern, aber gut gelaunt und oft mit Klappstühlen.

* Seit 1998 touren die FilmSchauPlätze durch Nordrhein-Westfalen. Unter der Schirmherrschaft des Ministerpräsidenten fördert die Film- und Medienstiftung jedes Jahr „die verbindende Kraft des Kinos“. Im Laufe des vergangenen Vierteljahrhunderts hat diese verbindende Kraft nun schon an mehr als 200 Schauplätzen gewirkt: Kreuz und quer durchs Land in großen Städten und kleinen Dörfern, an abgelegenen Sehenswürdigkeiten und auf Flugplätzen, in Parks und in Fußgängerzonen – und nun kam ein Schulhof dazu. Möglich wurde die Westerhausener Veranstaltung durch Förderung der KSK-Stiftung: Die Stiftungsreferentin Sabine Claßen bewilligte die Übernahme des geforderten Eigenanteils an den Technikkosten.

Trägerverein "Historisches Schulgebäude Westerhausen e.V."
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