Nicht nur der Spender Christoph Schulz und der Bürgermeister Mario Dahm sowie der Vorstand des Trägervereins Historisches Schulgebäude Westerhausen waren da, sondern auch interessierte Bürgerinnen und Bürger aus Westerhausen und Umgebung: Am 19. April wurde um 14 Uhr die Stele eingeweiht, die Vorübergehende und sonst interessierte Menschen über die Geschichte des Gebäudes Rheinstraße 18 informieren soll.

Denn aus vielen Gesprächen mit Dorfbewohnern ist bekannt, dass die über viele Jahrzehnte dauernde Funktion des Gebäudes als Schule droht, in Vergessenheit zu geraten. Das soll nun verhindert werden.
Als die Schule, erbaut 1877/78, im Jahr 1996 geschlossen wurde, weil der Neubau in Söven eröffnet war, ging es um die Varianten Verkauf oder Abriss oder Erhalt. Christoph Schulz, seinerzeit Ratsmitglied und stellvertretender Bürgermeister, hatte es schon lange bedauert, dass es im Dorf keinerlei Räumlichkeiten für Versammlungen mehr gab. Die beiden Dorfgaststätten der Familien Mayn und Neuhalfen waren Vergangenheit, und so war es ihm ein Anliegen, die Schule als Versammlungsort zu erhalten.
Er setzte sich dafür ein, das Gebäude im Besitz der Stadt Hennef zu belassen, sorgte für Denkmalschutz und initiierte die Gründung des Trägervereins. Dafür sind ihm sehr viele Vereine und Initiativen, die die alten Klassenzimmer nutzen, mehr als dankbar.
In seiner Ansprache zur Enthüllung der Stele betonte er, wie sehr ihm die Schule am Herzen liegt, und erzählte, unter welchen Umständen er als Kind ab Mai 1946 mit seinen Eltern in den eigentlich unbewohnbaren Dachmansarden der Schule wohnte. Diese jetzt 80-jährige Verbundenheit mit dem Gebäude führte zu seiner Spende.
Bürgermeister Mario Dahm hob hervor, wie sehr es ihn freue, so großartiges – auch finanzielles – Engagement zu sehen. Dass das Schulgebäude weiterhin mit Leben gefüllt bleibt, ist für ihn ein tolles Zeichen für dörflichen Gemeinschaftssinn.
Und worum ging’s dann noch in den beiden Stunden bei Kaffee und Kuchen: Um Schul- und Dorfgeschichten.






